Gesetzliche Grundlage: Darf am Sonntag gearbeitet werden?
Nach dem Arbeitszeitgesetz (§ 9 ArbZG) gilt für Sonntage grundsätzlich ein Beschäftigungsverbot von 0 bis 24 Uhr. Wie bei Feiertagen gilt es jedoch weitreichende Ausnahmen für Branchen wie Gastronomie, Krankenhäuser, Rettungsdienste oder Verkehrsbetriebe.
Der Schutz der 16 Sonntage
Ein wichtiger Punkt, den viele Arbeitgeber übersehen: Laut § 11 ArbZG müssen mindestens 15 Sonntage im Jahr beschäftigungsfrei bleiben. Das bedeutet, ein Mitarbeiter darf nicht jeden Sonntag im Jahr eingeplant werden, selbst wenn er möchte.
Ist der Sonntagszuschlag Pflicht?
Ähnlich wie beim Feiertagszuschlag gibt es keinen gesetzlichen Anspruch auf eine zusätzliche Bezahlung für Sonntagsarbeit. Der Gesetzgeber verlangt lediglich den zeitlichen Ausgleich (Ersatzruhetag).
Ein Anspruch auf einen finanziellen Sonntagszuschlag ergibt jedoch häufig aus:
- Tarifverträgen (häufig 25 % bis 50 %)
- Einzelvertraglichen Vereinbarungen im Arbeitsvertrag
- Betriebsvereinbarungen
- Betrieblicher Übung
Sonntagsarbeit im Überblick
Hier ist die Zusammenfassung der wichtigsten Regeln für die Sonntagsarbeit:
Steuerfreie Zuschläge: Die 50-Prozent-Regel
Zahlst du deinen Mitarbeitern einen Sonntagszuschlag, belohnt der Staat das mit Steuerfreiheit.
- Höhe: Zuschläge für Sonntagsarbeit sind bis zu 50 % des Grundlohns steuerfrei.
- Grundlohn-Grenze: Die Steuerfreiheit gilt bis zu einem Grundlohn von 50 € pro Stunde.
- Sozialversicherung: Beitragsfreiheit in der Sozialversicherung besteht jedoch nur bis zu einem Grundlohn von 25 € pro Stunde.
Kombination mit Nachtarbeit
Arbeitet ein Mitarbeiter am Sonntagabend in die Nacht hinein, können Sonntagszuschläge und Nachtzuschläge kombiniert werden. das macht die Arbeit zu diesen Randzeiten für Arbeitnehmer finanziell sehr attraktiv.
Besonderheiten: Minijob am Sonntag
Auch Minijobber dürfen sonntags arbeiten, sofern die Branche dies zulässt. Da der Sonntagszuschlag bis 50 % steuerfrei ist, zählt er nicht zu regelmäßigen Verdienst für die 603-Euro-Grenze. Ein Minijobber kann also durch Sonntagsarbeit mehr verdienen, ohne dass der Job sozialversicherungspflichtig wird.
Digitale Erfassung: Sonntagsarbeit
Die Dokumentation von Sonntagsarbeit ist besonders sensibel, da Aufsichtsbehörden verstärkt auf die Einhaltung der 15 freien Sonntage und der Ersatzruhetage achten.
Mit clockin automatisiert du diesen Prozess:
- Digitale Dokumentation: Alle Zeiten werden rechtssicher für die Betriebsprüfung archiviert.
- Ruhezeiten-Check: Das System warnt, wenn die 11 Stunden Ruhezeiten nicht eingehalten werden oder Pausenzeiten nicht den rechtlichen Vorgaben entsprechen.
- Intuitive Bedienung: Die App ist leicht zu handhaben und damit ideal für Teams, die mobil arbeiten und nicht digital affin sind.



.avif)
.avif)




