Veröffentlicht am
21.04.2026
April 21, 2026

Arbeitsstunden pro Monat: Alles, was du darüber wissen musst

Die tatsächlichen Arbeitsstunden in einem Monat können je nach Kalender und Feiertagen spürbar schwanken. Den genauen Überblick zu behalten, ist jedoch die wichtigste Grundlage für eine faire Bezahlung und eine verlässliche Planung auf allen Seiten. Erfahren hier, wie sich die monatliche Arbeitszeit ganz leicht berechnen lässt und welche gesetzlichen Regeln im Arbeitsalltag wirklich zählen.

Nahaufnahme einer Person im dunklen Nadelstreifenanzug, die eine große, runde Analoguhr vor ihrem Oberkörper hält. Die Uhr zeigt exakt 9:00 Uhr an. Die Hände der Person umschließen den silbernen Rand der Uhr im unteren Bereich.

Die wichtigsten Fragen im Überblick

Wie berechne ich die Arbeitsstunden pro Monat?

Ganz einfach: Die wöchentlichen Arbeitsstunden werden mit dem Faktor 4,35 mal-genommen.

Wie viele Arbeitsstunden fallen bei Vollzeit an?

Bei einer Vollzeitstelle mit 40 Wochenstunden fallen im Monatsdurchschnitt 174 Arbeitsstunden an. Die Berechnung: 40 Stunden × 4,35 (Wochen pro Monat) = 174 Stunden. Bei 35 Wochenstunden sind es 152 Stunden, bei 20 Stunden Teilzeit 87 Stunden. Diese Werte sind Durchschnittswerte – die tatsächliche Zahl variiert je nach Feiertagen und Kalender.

Wie viele Stunden dürfen am Tag höchstens gearbeitet werden?

Das Gesetz erlaubt im Normalfall höchstens acht Stunden am Tag. In Ausnahmen sind bis zu zehn Stunden möglich, wenn dafür später ein zeitlicher Ausgleich stattfindet.

Was genau sind Sollstunden?

Das sind die Stunden, die laut Vertrag in einem bestimmten Zeitraum geleistet werden müssen.

Grundlagen: Was sind Arbeitsstunden pro Monat? 

Um die Arbeitsstunden für einen ganzen Monat zu berechnen, reicht oft ein Blick in den Vertrag. Dort steht in der Regel die wöchentliche Arbeitszeit. Da ein Monat aber fast nie genau vier Wochen hat, nutzt man für die Berechnung einen Durchschnittswert. Ein Jahr hat 52 Wochen, und wenn man diese durch zwölf Monate teilt, ergibt das 4,35 Wochen pro Monat. 

Die einfache Formel lautet also:

[vertragliche Wochenstunden] x 4,35 h = [Arbeitsstunden pro Monat]

Ein anderer Weg rechnet mit dem Faktor 4,3, welcher auf der gleichen Grundlage beruht. Wichtig ist es dabei, immer zwischen der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit (der Sollstunden) und der tatsächlichen Arbeitszeit zu unterscheiden. Die tatsächliche Zeit kann durch Krankheit, Urlaub oder Überstunden von den vertraglichen Sollstunden abweichen. 

Der rechtliche Rahmen in Deutschland 

Beim Thema Arbeitszeit gibt es in Deutschland klare Regeln für alle. Verankert sind sie im Arbeitszeitgesetz. So darf am Tag normalerweise nicht länger als acht Stunden gearbeitet werden. Eine Ausweitung auf zehn Stunden ist nur erlaubt, wenn man im Durchschnitt von sechs Monaten wieder bei acht Stunden täglich landet – verteilt auf sechs Arbeitstage pro Woche. 

Zusätzlich müssen klare Pausen eingehalten werden: Wer mehr als sechs Stunden arbeitet, muss 30 Minuten Pause machen. Bei mehr als neun Stunden sind es sogar 45 Minuten. Nach dem Feierabend schreibt das Gesetz außerdem eine Ruhezeit von mindestens elf Stunden vor, bevor die Arbeit am nächsten Tag wieder aufgenommen werden darf. 

Konkrete Zahlen auf einen Blick 

Damit du dir die monatliche Arbeitszeit für verschiedene Modelle besser vorstellen kannst, hilft eine einfache Übersicht. Hier wird mit dem genauen Durchschnitt von 4,35 Wochen gerechnet: 

Arbeitsmodell Stunden pro Woche Arbeitsstunden pro Monat
Vollzeit 40 Stunden 174 Stunden
Vollzeit 35 Stunden 152,25 Stunden
Teilzeit 20 Stunden 87 Stunden
Aushilfe 10 Stunden 43,5

Schwankungen durch Feiertage 

Die Anzahl der wirklichen Arbeitstage im Monat hängt stark vom Kalender ab. Ein großer Grund für Schwankungen sind die Feiertage, die regional in Deutschland sehr unterschiedlich verteilt sind. 

Je nachdem, wo man arbeitet, unterscheidet sich die tatsächliche monatliche Arbeitszeit deutlich. Eine Übersicht über die Feiertage nach Bundesland findest du hier. Diese freien Tage haben auch spürbare wirtschaftliche Auswirkungen, denn pro freien Tag entgehen der Wirtschaft bis zu zwei Milliarden Euro.  

Ein Rechenbeispiel: Mail 2026 in NRW

Vollzeit 40 h Teilzeit 20 h
Kalendertage Mai 2026 31 31
Samstage/Sonntage 5/5 5/5
Feiertage (auf Werktagen) 3 3
Tatsächliche Arbeitstage 18 18
Stunden pro Tag 8h 8h
Tatsächliche Arbeitsstunden pro Monat 144h 72h
Durchschnittswert (4,35-Formel) 174h 87h
Differenz zum Durchschnitt - 30h - 15h

Der Mai 2026 ist in NRW mit 3 Feiertagen auf Werktagen ein besonders “kurzer” MOnat – die Differenz von 30 Stunden Stunden zum rechnerischen Durchschnitt ist erheblich. Das ist fast eine komplette Arbeitswoche weniger. 

Praktische Relevanz: Lohnabrechnung und Überstunden 

Eine genaue Aufzeichnung der Stunden im Alltag ist unerlässlich. Sie sorgt dafür, dass die Gehälter stimmen, Zuschläge richtig berechnet werden und der Mindestlohn eingehalten wird. Wenn länger gearbeitet wird, entstehen Überstunden. Das Gesetz sagt ganz klar, dass diese Überstunden extra bezahlt oder durch Freizeit ausgeglichen werden müssen. Nach einem Urteil des Bundesarbeitsgericht ist die genaue, tägliche Aufzeichnung der Arbeitszeit heute für alle eine feste Pflicht. 

Fazit und einfache Zeiterfassung mit clockin 

Wer die eigenen Arbeitsstunden im Blick behält, schützt sich vor unbezahlten Überstunden und sorgt dafür, dass Pausen- und Ruhezeiten eingehalten werden. In der Praxis passiert das aber oft noch mit Zettel, Excel-Tabellen oder dem Gedächtnis. Und genau da schleichen sich Fehler ein. 

clockin löst diese Problem einfach: Einstempeln per Handy, minutengenaue Pausenerfassung, fertige Stundenzettel am Monatsende – automatisch und gesetzeskonform. Keine verlorene Minute, kein Papierkram. 

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